Kulturufer Bingen

Bingen liegt am Rhein und gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe Oberes Mittelrheintal. Die Stadt markiert das südliche Ende dieser Kulturlandschaft, während Koblenz der nördliche Endpunkt ist. Die Region ist durch Weinbau und Tourismus geprägt.

2008 fand die Landesgartenschau von Rheinland-Pfalz in Bingen statt und dafür wurde das Rheinufer ganz neu gestaltet. Aus brachliegenden Flächen und einem ehemaligen Rangierbahnhof wurden blühende Gärten, Spielplätze, Sportfelder und attraktive Grünflächen und Parkanlagen. Inzwischen wird das 2,8 km lange ehemalige Ausstellungsgelände als „Kulturufer Bingen“ und als Naherholungsgebiet genutzt.

Zu Bingen gehört der Binger Mäuseturm, ein Wehr- und Wachturm, der als Kulturdenkmal geschützt ist. Er liegt auf einer Insel im Rhein und kann an manchen Tagen besichtigt werden. Auf der gegenüberliegenden Rheinseite befindet sich in den Weinbergen die Burgruine Ehrenfels. Oberhalb der Weinberge, die zu Rüdesheim gehören, thront das Niederwalddenkmal mit der Germania. Nach Rüdesheim verkehren im Sommer 2 Autofähren, denn es gibt keine Brücke rheinabwärts bis Koblenz und in südlicher Richtung bis Mainz. Am Rhein-Nahe-Eck mündet die Nahe in den Rhein.

Das Kulturufer Bingen teilt sich auf in Hafenpark/Gartenstadt, Hindenburganlage, Rhein-Nahe-Eck und Park am Mäuseturm. Während der Landesgartenschau kamen 1,3 Millionen Besucher und heute wird das Gelände gerne von Einheimischen und Besuchern genutzt. Das Gelände ist noch eingezäunt und hat festgelegte Öffnungszeiten, aber der Eintritt ist frei.

Von Ostern bis Ende September werden hier viele Veranstaltungen angeboten, von Konzerten über Gottesdienste bis zu „Rhein in Flammen“, eine Großveranstaltung mit sieben Feuerwerken, einem Schiffskonvoi zu den beleuchteten Burgen und einem vielseitigen Landprogramm. Ein Höhepunkt ist das jährliche Kulturuferfest, immer im Juli. Dann finden sich Gaukler, Akrobaten und Musiker ein, der „Markt der schönen Dinge“ und ein vielseitiges Rahmenprogramm in der Stadt Bingen warten auf Besucher.

An der Promenade im Bereich Hindenburganlage gibt es eine Reihe Restaurants und Cafés sowie eine Vinothek, alle mit Blick auf das Wasser. Hier befinden sich auch mehrere Schiffsanlegestellen von wo man zu Rheinschifffahrten und -rundfahrten starten kann. Ein alter hölzerner Rheinkran von 1787, der damals hauptsächlich für die Verladung von Weinfässern genutzt wurde, ein Elektrizitätswerk von 1898, in dem heute das Museums am Strom untergebracht ist und das alte Zollhaus (heute ein Restaurant) sind restaurierte Zeitzeugen, die besichtigt werden können.

UNESCO Welterbe Oberes Mittelrheintal

Aktivieren Sie JavaScript um das Video zu sehen.
Video-Link: //www.youtube.com/watch?v=r0PsqWj6wuQ